Donnerstag, 6. Dezember 2012
Alternatives Shampoo No. III
Eine weitere Alternative zu herkömmlichen Haarshampoos ist Wascherde. Beim Suchen im Internet bin ich auf viele Erfahrungsberichte gestoßen, die im Grundtenor nicht besonders begeistert von dieser Methode sind. Es wird immer wieder davon berichtet, dass die Haare durch das Waschen mit Wascherde stumpf, strohig und unkämmbar werden. Das ist auch richtig und die Erfahrung habe ich auch gemacht - wenn die Wascherde falsch genutzt wird. Geht man mit der Erde um wie mit einem Shampoo, wird man genau diesen Effekt erzielen.

Grundsätzlich ist Wascherde ein hervorragendes Mittel, um die Haare und auch die Haut auf schonende Weise zu reinigen ohne dabei die natürliche Schutzschicht zu zerstören. Die Haut ist nach dem Waschen weich und fühlt sich sehr rein und sanft an ohne trocken zu sein, die Haare sind geschmeidig, glänzend und ebenfalls sehr weich.



Die Anwendung:

Es reichen 1 1/2 Teelöffel Wascherde für eine Haarlänge von 60 cm. Die Erde wird mit Wasser angesetzt. Es muss kein Brei entstehen, sondern die Lösung darf ruhig wässrig sein. Also lieber etwas mehr Wasser benutzen als zu wenig auch wenn es ungewohnt ist, sich mit solch einer wässrigen Lösung die Haare zu waschen. Ein zu dick angerührter Brei führt oft zu den negativen Ergebnissen wie stumpfen und verklebten Haaren.

Die Erde sollte ungefähr 5 Minuten quellen, bevor sie benutzt wird. Hier gibt es einen Trick: gebt in die Lösung einen kleinen Spritzer Zitronensaft und einen kleinen Spritzer Essig. Meine Erfahrungen mit Apfelessig sind sehr gut. Rührt sie in das Wasser ein.

Die Haare sollten nass sein. Am besten, ihr wendet diese Methode unter der Dusche an. Das ist am einfachsten, da die Lösung sehr flüssig ist. Ich lasse mir dann die Mischung Schluckweise über den Kopf laufen und massiere sie in die Kopfhaut und die Haaransätze ein. Die Längen müssen auch hier nicht implizit mitbehandelt werden, sondern es reicht vollkommen aus, dass die Mischung von ganz alleine nach unten durch die Haare läuft.

Lasst den Sud, ähnlich wie ein Shampoo, etwa weitere 5 Minuten einwirken und wascht ihn dann sorgfältig aus. Das ist hier das Wichtigste des gesamten Prozesses. Macht nicht den Fehler und denkt, die Erde lässt sich so leicht auswaschen wie ein Shampoo. Denn das ist nicht der Fall, auch wenn sich eure Haare unter laufendem Wasser so anfühlen. Lasst euch lieber etwas länger Zeit, als vorschnell das Auswaschen zu beenden und dann am Ende mit unkämmbaren Haaren dazustehen, weil unsichtbare Reste der Erde an den Haarschaften kleben und das Haar verkleben.

Stellt euch am besten ein kleines bis mittelgroßes Gefäß in die Dusche oder an die Badewanne, etwa einen Messbecher der einen halben Liter oder mehr fasst und mit dem ihr das Haar noch einmal mit Wasser und einem Schluck Essig nachspült. Einfach über den Kopf und durchs Haar laufen lassen, das entfernt auch die letzten Reste der Erde und verleiht dem Haar einen wunderschönen, seidigen Glanz. Spült am Ende noch einmal gut mit Wasser nach.

Lasst euer Haar wie immer, wenn möglich, lufttrocknen. Eure Haare sollten in trockenem Zustand leicht kämmbar, weich und seidig glänzend sein.

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Mittwoch, 5. Dezember 2012
Alternatives Shampoo No. II
Eine weitere Alternative, um sein Haar zu entfetten, ist Henna. Ja, ihr habt auch hier wieder richtig gelesen: Henna. Henna gibt dem Haar Fülle, Volumen und neutraliesiert das Fett, richtiger weise den Talk, der von den Drüsen der Kopfhaut produziert wird.

Henna gibt es in allen möglichen Varianten, von gefärbtem Henna bis zu fabneutralem.

Die Anwendung:

Henna kann sowohl alleine als auch als Zutat in anderen Mischungen benutzt werden. In meinem Post 'Alternatives Shampoo No. I' habe ich die Basis einer Ei-Honig-Zitronen-Mischung erläutert. Ihr könnt ganz einfach dieses Rezept nehmen und zusätzlich noch einen Teelöffel Henna zufügen. Habe ich selbst auch schon gemacht und es funktioniert hervorragend.

Ich bevorzuge Henna in meiner Naturhaarfarbe, wenn ich es denn mal benutze, da es meine Farbe wunderbar unterstreicht und bekräftigt. Hauptsächlich dient es hier jedoch der Reinigung der Haare, nicht der Färbung. Bei einer so geringen Menge Henna, wie dem Teelöffel in der Grundmischung, tritt die färbende Wirkung des Hennas ohnehin eher in den Hintergrund.

Wenn ihr Henna pur nutzen wollt, geht das natürlich auch. Dazu müsst ich NICHT, wie bei einer Färbung, eine ganze Packung Henna in euer Haar verteilen, sondern es reicht eine kleine Menge, die - genau wie die andere Mischung - mit den Fingerspitzen in die Kopfhaut einmassiert wird und die ihr langsam in die Ansätze verteilt. Die Längen, die ohnehin nie wirklich fettig sind, müssen nicht jedes Mal komplett mitbehandelt werden. Das ist überhaupt nicht notwendig. Lasst eure Längen so gut es geht in Ruhe und erlaubt ihnen, ihre eigene, natürliche Balance wiederzufinden und greift nicht zu oft in diesen Prozess ein. Denn auch, wenn ich hier Anregungen zu alternativen Shampoos gebe, so sind sie natürlich ebenfalls wieder ein Eingriff in die natürliche Regeneration der Haare. Dennoch sind alternative Shampoos eine gute und wirksame Methode für alle, die ihr Haar nicht nur mit Wasser waschen wollen, bzw für die diese Methode nicht funktioniert, und/oder deren Haar schnell und viel fettet.

Die Hennamischung sollte 1 bis 2 Stunden im Haar verbleiben bevor es gründlich wieder ausgespült wird. Es ist nicht erfoderlich, das Henna mit Shampoo auszuwaschen, wie oft die landläufige Meinung ist. Es erfodert einfach etwas mehr Geduld unter der Dusche oder in der Wanne, die Mischung allein mit Wasser auszuspülen. Doch lasst euch auch hier wieder Zeit. Zeit ist bei den meisten alternativen Methoden der Schlüssel zur Wirksamkeit. Wenn ihr versucht, schnell mal den Kopf unter Wasser zu halten und das Zeug ist raus aus eurem Haar, werdet ihr Ärger haben, denn das funktioniert nicht.

Viele Menschen sind schon dazu über gegangen, ihre Haar nur mit Wasser zu waschen. Auch auf diese Methode werde ich in einem Extra-Post ausführlich eingehen. Nutzt das Wasser! Lasst es euch in Ruhe über den Kopf laufen, schließt die Augen und genießt die paar Minuten, die nur euch gehören. Ihr braucht nichts weiter tun als darauf zu vertrauen, dass das Wasser seine Wirkung entfaltet.

Ein wesentlicher Teil der alternativen Kosmetik und auch alternativen Heilmethoden ist Zeit - und ich verstehe das waschen ohne Seife und Shmpoo als eine Heilmethode, nicht unbedingt als Kosmetik. Denn Haut und Haare haben nur so die Möglichkeit, wirklich heil zu werden und auch zu bleiben. Versteht die alternativen Methoden als 'Wellness' für euch selbst, für euren Körper und damit automatisch auch für eure Seele. Tut euch etwas Gutes und nehmt euch Zeit für euch selbst. Geht behutsam mit euch und eurem Vehikel, dem Körper, um. Das ist gleichzeitig die beste Krankheitspräventation, die es gibt. Fragt die alten Chinesen. Die haben das vor tausenden vor Jahren schon gewusst :-) Ich erzähle also nichts wirklich Neues.

Wenn ihr die Mischung gut ausgespült habt, dann lasst euer Haar, wenn möglich, Lufttrocknen. Das ist die schonenste Methode der Haartrocknung.

Ich rate davon ab, helles blondes Henna oder schwazes Henna zu verwenden. Das blonde neigt zu grünstichigkeit, das schwarze zu Blaustichen. Beides sieht unmöglich und unnatürlich aus, wenn es getrocknet ist. Wenn ihr allerdings mit blonden Haaren und blondem Henna, schwarzen Haaren und schwarzem Henna gute Erfahrungen gemacht habt, steht dem natürlich nichts im Wege. Zu empfehlen ist auch farbloses Henna. Damit seid ihr auf der sicheren Seite. Doch wie auch immer ihr euch enscheidet, euer Haar wird auf jeden Fall gekräftigt, gestärkt und gut genährt, erhält Fülle und Glanz. Was will man mehr?

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Alternatives Shampoo No. I
Es gibt eine sehr gute, im Internet viel diskutierte Alternative für herkömmliche Shampoos. Das Rezept ist:

Ein Ei - viele schreiben, man sollte das Eiweiß vom Dotter trennen und nur den Dotter nehmen. Ich selbst nehme immer das ganze Ei und habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Ein Teelöffel Honig - am besten eignet sich flüssiger Honig und

Zitronensaft - als ich dieses Rezept zum ersten mal ausprobierte, habe ich mir eine frische Zitrone ausgepresst und diesen Saft genommen. Das dumme dabei ist, das irgendwie immer ein bisschen Fruchtfleisch mit in die Mischung gerät, das sich gern auch bei längerem Auswaschen im Haar versteckt. Es kommt irgendwie blöd, wenn man dann am nächsten Tag zur Arbeit geht und noch die Essensreste vom Vortag in den Haaren hat :-) Meine Empfehlung daher: Saft aus der Flasche. Der geht wunderbar.


Das ist das Grundrezept. Nun kann man es mit Ätherischem Öl erweitern. Ich nehme gerne Rosmarin, nicht mehr als 3 Tropfen pro Mischung! Rosmarin kräftigt feines Haar, belebt und durchblutet die Kopfhaut und wirkt somit Haarwuchsfödernd.

Wenn ihr das Shampoo, das gleichzeitig eine Haarkur ist, noch verlängern wollt, dann könnt ihr Tee oder Kaffe dazu geben. Diese aber bitte nicht kochend auf die Haare auftragen, weil das die Struktur der Haare schädigt. Den Tee ziehen lassen und den Kaffe abkühlen, bis sie angenehm lauwarm sind. Sie dürfen sich auf keinen Fall heiß auf der Haut anfühlen oder gar brennen!


Die Mischung wird folgendermaßen angewand:

Ihr geht mit den Fingerspitzen hinein und massiert den Sud auf die Kopfhaut. Es müssen nicht bei jedem Waschgang die gesamten Längen mit einbezogen werden. Wichtig ist, dass die Kopfhaut und die Ansätze behandelt werden. Meist ergibt es sich allerdings von ganz alleine, dass die Flüssigkeit sich dann nach und nach in die Längen verteilt.

Lasst euch Zeit! Zeit ist hier ein wichtiger Faktor. Tragt die Mischung in Ruhe auf, massiert eure Kopfhaut ganz ausgiebig und macht das so lange, bis die Mischung leer ist. Das Massieren der Kopfhaut hat außerdem den Vorteil, dass sie die abschilfernde Schuppenschicht entfernt, denn die Kopfhaut schuppt sich immer ab, egal, ob wir das in Form von Schuppen sehen oder es eher unsichtbar vor sich geht. Aber dieser Prozess ist immer im Gang. Außerdem fördert das Massieren ebenfalls den Haarwuchs, da es die Kopfhaut belebt, durchblutet und anregt.

Nehmt euch eine Kopfhaube. Ich persönlich habe mir zwei Wig-caps bestellt. Das sind Unterziehauben für Perrücken. Die gibt es für ein paar Cent im Netz oder in jedem Kaufhaus. Ich ziehe mit beide Caps über. Die passen sich wunderbar an die Kopfhaut an, da sie aus dem gleichen Stoff sind wie Nylonstrümpfe. Darüber binde ich mir ein Handtuch und lasse die Mischung zwischen einer halben und zwei Stunden einziehen. Danach wascht ihr alles gründlich aus.

Für das Haar ist es am besten, wenn es lufttrocknen kann.

Hiermit wäscht man das Haar weniger sondern 'entfettet' es eher. Es wird wunderbar weich und geschmeidig, glänzt sehr schön und ist nicht mehr so seltsam trocken wie nach Shampoo und Seife. Das gleiche gilt für die Haut. Der natürliche PH Wert wird nicht zerstört, das natürliche Haut- und Haarmilieu nicht angegriffen und kaputt gemacht. Die Mischung ist ideal für jeden, der eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Produkten sucht.

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Haare waschen ohne Shampoo oder die 'No Poo Method'
Nun habe ich so viel über Haare gelesen, gesehen, mit Haaren ausprobiert, Shampoos über Shampoos benutzt - es gibt kaum eines, das auf dem Deutschen Markt ist und das ich nicht kenne - Spülungen, Pflegesprays, Volumizer, einfach alles. Und nichts hat mich befriedigt. Vom Reformhaus bis Markenware, alles stand schon in meiner Duschkabine. Vielen von euch wird es ähnlich gegangen sein. Das ging so lange, bis ich auf die Idee kam, es mal ohne zu versuchen. Und hier bin ich.

Seifen und Shampoos greifen in die natürliche Schutzschicht von Haut und Haaren ein und zerstören diese. Die Folge ist oft Hautpilz und brüchiges, dünnes Haar, das einfach kein Volumen annehmen will, an der Kopfhaut klebt und schnell fettet. Je öfter man die Haare wäscht, umso schneller fetten sie nach, umso öfter muss man sie wieder waschen und schon hat man einen Teufelskreis in Gang gesetzt. Doch früher, vor nicht all zu langer Zeit, haben sich die Menschen doch auch gewaschen? Oder sind sämtliche Generationen vor uns permanent mit fettigem Haar herum gelaufen?

Ganz sicher nicht. Das Geheimnis ist, dass sich unsere Haut und unsere Haare von ganz alleine regenerieren, wenn wir sie denn lassen. Wenn wir aufhören, ständig in den natürlichen Kreislauf einzugreifen und andauernd das natürliche Haut- und Haarmileu zerstören, und statt Seife auf klares Wasser umsteigen, erhält man am Ende die Effekte, die man lange und immer wieder versucht hat, mit allen möglichen Hilfsmitteln zu erreichen: Die Haut ist weich und geschmeidig, die Haare voll, voluminös, griffig.

Wer sich etwas davor scheut, nur Wasser zum waschen zu benutzen und gerne mehr für seine Haut und Haare tun möchte aber dennoch keine Seifen und Shampoos mehr will, den verweise ich auf meinen nächsten Post, indem ich einige Alternativen zur Haar- und Hautpflege gebe, die hervorragend funktionieren und garantiert frei von Chemie und Saponinen sind.

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